Katar

Wirtschaftsstandort Katar

Wirtschaftlich gesehen erfreut sich Katar eines großen Wohlstandes. So ist das Land der weltweit größte LNG-Exporteur und hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit. Sowohl auf wirtschaftlicher als auch kultureller Ebene positionieren sich deutsche Firmen und Institutionen zu Recht als potenzielle Partner Katars. „Made in Germany“ genießt in diesem hoch umkämpften Markt einen hohen Stellenwert. Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen bieten sich vor allem in den Sektoren der konventionellen und Erneuerbaren Energien, Ingenieurdienstleistungen, Infrastruktur, Anlagenbau, Maschinen, Medizintechnik und der Lebensmittelindsutrie.

Allgemeiner politscher und wirtschaftlicher Überblick

Katar wird seit dem 19. Jahrhundert von der Familie Al-Thani regiert. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Land zum Protektorat Großbritanniens und erlangte 1971 die Unabhängigkeit. 1995 übernahm Sheikh Hamad bin Khalifa Al-Thani in einem unblutigen Putsch die Macht von seinem Vater Sheikh Khalifa bin Hamad Al-Thani, der bis 2013 Emir des Landes war und heute als Vater des modernen Staates Katar gilt. Unter seiner Führung erlebte das Land eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung. Am 25. Juni 2013 übergab der „Vater Emir“ Sheikh Hamad bin Khalifa in einer für die Region unkonventionellen Fernsehansprache die Macht an seinen damals erst 33-jährigen Sohn Sheikh Tamim bin Hamad Al-Thani. Katar ist Mitglied diverser internationaler Organisationen, allen voran des Golfkooperationsrates (GCC), welcher die Zusammenarbeit seiner sechs Mitgliedsstaaten (Vereinigte Arabische Emirate, Saudi Arabien, Katar, Bahrain, Oman, Kuwait) durch länderübergreifende Regularien stärken will. Weiterhin ist Katar Mitglied der OPEC und OAPEC (Organization of Arab Petroleum Exporting Countries), der WTO, WHO und der UN, dem IMF und der Weltbank. Die Wirtschaft hängt wie die der anderen Länder des Golfkooperationsrates (GCC) in hohem Maße von den Einnahmen aus Gas- und Ölexporten und öffentlichen Investitionen ab. Trotz starkem Energiepreisverfalls verzeichnet das Land weiterhin solide Wachstumsraten. Langfristig will das Emirat sich allerdings diversifizieren und versucht sich als Dienstleistungszentrum zu etablieren. Andere Sektoren, wie Handel und Gastgewerbe sowie Finanzdienstleistungen und Versicherungen, gewinnen an Bedeutung. Große öffentliche Infrastrukturvorhaben werden auch in den kommenden Jahren die Wirtschaft weiter antreiben. Priorität wird dabei den Sportstadien für die FIFA-Fußballweltmeisterschaft und der erforderlichen Transportinfrastruktur (Metro und Straßen) eingeräumt.

AHK Katar: Mitglied des starken regionalen AHK Netzwerkes

Der Markt Katar wird von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Delegiertenbüros der Deutschen Wirtschaft Katar (AHK) betreut. Hierbei handelt es sich um ein Repräsentanzbüro der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer (AHK). Mit einem weiteren Repräsentanzbüro im Oman und Experten für den Markt Kuwait bieten wir Dienstleistungen für vier Länder der Golfregion an. Wichtigste Partner in Deutschland sind die Industrie- und Handelskammern (IHKs), die Fachverbände und die staatlichen Institutionen der Außenwirtschaftsförderung. Im Gastland ist die AHK wichtiger Ansprechpartner für Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

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