Irak: Wegfall der BVA-Beglaubigung für Ursprungszeugnisse und Handelsrechnungen

Die irakische Botschaft in Berlin informiert, dass die Beglaubigung von Ursprungszeugnissen und Handelsrechnungen durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) künftig nicht mehr erforderlich ist.

Als Dachverband der 79 Industrie- und Handelskammern setzt sich der DIHK kontinuierlich für Bürokratieabbau und Vereinfachungen bei der Abwicklung von Handelsgeschäften ein. Für den Irak galt bislang ein sehr aufwendiges Verfahren zur Legalisierung von Handelsdokumenten. Voraussetzung für eine Legalisierung von Handelsdokumenten durch die irakische Botschaft war

1. die Ausstellung/Bescheinigung von Ursprungszeugnissen/Handelsrechnungen durch die IHK;

2. die Beglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt (BVA);

3. die Beglaubigung durch die Arab-German Chamber of Commerce and Industry (GHORFA).

Als DIHK stehen wir hierzu mit der irakischen Botschaft seit vielen Jahren im Austausch. Dabei haben wir regelmäßig auf den hohen Aufwand des oben beschriebenen Beglaubigungsverfahrens für deutsche Unternehmen hingewiesen und betont, dass die überwiegende Zahl sowohl der arabischen als auch der nicht arabischen Länder keine BVA-Beglaubigung verlangt. Seit dem 7. Oktober 2019 ist eine Beglaubigung von Ursprungszeugnissen und Handelsrechnungen durch das Bundesverwaltungsamt nicht länger erforderlich. Künftig ist die Ausstellung des Ursprungszeugnisses bzw. die Bescheinigung der Handelsrechnung durch die IHK sowie die Beglaubigung durch die GHORFA für eine Legalisierung durch die irakische Botschaft in Berlin ausreichend.

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