Duqm Special Economic Zone

Die Special Economic Zone of Duqm (SEZD) besitzt eine strategisch attraktive Lage zwischen Maskat und Salalah, außerhalb der Straße von Hormuz. Es handelt sich um eine Wirtschaftszone mit zahlreichen Investitionsanreizen, welche das aktuelle Prestige-Projekt des Sultanats Oman darstellt.

Die Investitionsanreize beinhalten unter anderem die Befreiung von der Lohnsteuer und Zollabgaben. Außerdem benötigt man zur Geschäftsgründung keinen lokalen Partner, sondern erhält bis zu 100 Prozent der Besitzrechte, sowie das Recht auf volle Einbehaltung des investierten Kapitals und der Gewinne. Auch gibt es in der Sonderwirtschaftszone von Duqm keine Mindestinvestitionssumme. Die Anreize haben bereits zu hohem Schifffahrtsaufkommen am Hafen von Duqm geführt. Der Hafen ist Teil der SEZD und wurde durch ein Joint Venture zwischen der Regierung Omans und dem Antwerpen Port Consortium aus Belgien gebaut.

Die jüngste Demonstration der Leistungsfähigkeit des Hafens sind zwei 45.000 Tonnen schwere Öltürme, die in diesem Hafen entladen werden konnten. Aufgrund der steigenden Auslastung des Hafens hat MAN Energy Solutions angekündigt seine Geschäftstätigkeiten auf Duqm auszuweiten und plant die Wartung von Schiffsmotoren ab 2020 im Hafen von Duqm anzubieten. Zusätzlich zum Hafen bietet die SEZD ein Trockendock, einen Flughafen, einen Fischerhafen und ein Stadtviertel mit Wohnhäusern und Hotels. Außerdem besitzt die SEZD eine gut ausgebaute Infrastruktur, die diese mit den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) und dem Königreich Saudi Arabien (KSA) verbindet. Erst kürzlich teilte Eid Bin Mohammed al-Thaqafi, der Botschafter Saudi Arabiens, dem Sultanat Oman mit, dass die 570 Kilometer lange Straße zwischen den VAE und dem KSA gegen Ende des Jahres fertiggestellt wird. Die Strasse verläuft durch das Empty Quarter, die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt, welche sich in Mitten der Arabischen Halbinsel befindet. Zudem haben die Omanischen Behörden bestätigt, dass die Adam-Haima Straße, die die nördlichen Teile Omans mit den südlichen sowie mit Duqm verbindet, zu mehr als 75 Prozent fertig gestellt wurde.

Die vorteilhafte Lage und Infrastruktur der SEZD hat bereits einige Investoren der Petrochemischen-Industrie angezogen, wie zum Beispiel die Duqm Refinery and Petrochemical Industries Company L.L.C, ein Joint Venture zwischen der Oman Oil Company (OOC) und Kuwait Petroleum International (KPI),welche nun eine neue Raffinerie in der SEZD bauen möchte. Die Vorberreitungen dazu haben bereits begonnen, der Großteil der Bauarbeiten wird in zwei Monaten starten. Vor Kurzem wurde Galfar Engineering & Contracting, der größten Baugesellschaft des Sultanats Oman, ein 50,6 Millionen USD Unterauftrag vom Petrofac-Samsung Joint Venture im Bereich Entwicklungs-, Beschaffungs-, und Fertigungsarbeiten am Duqm-Raffinerie-Projekt übergeben. Die Raffinerie wird 800 neue Arbeitsplätze schaffen und über eine Verarbeitungskapazität von 230.000 Barrel Rohöl pro Tag verfügen.

Um die Investitionen in die Raffinerie auf globales Niveau anzuheben, hat sich die Special Economic Zone Authority in Duqm (SEZAD), die die Wirtschaftssonderzone verwaltet, mit Investoren von über 70 Unternehmen der Öl- und Gasindustrie in Houston, Texas, USA am 13. Oktober getroffen. Jedoch nicht nur weltweit, sondern auch regional wächst das Interesse für die SEZD. Am 15. Oktober beispielsweise besuchte eine Handels- Delegation aus Saudi Arabien die SEZAD und den Hafen von Duqm, um die aktuellen Projekte und Investitionsanreize fuer Investoren zu begutachten.

Zurück