Bayerische Delegation führt erfolgreiche Gespräche in den VAE und Oman

Medizintechnik, Energietechnik und IT/Digitalisierung waren die Schwerpunkte der Reise des bayerischen Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer, begleitet von einer Wirtschaftsdelegation nach Abu Dhabi und Muscat vom 30. April bis zum 4. Mai. Die Reise wurde gemeinsam mit der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V. (DAFG) unter Co-Leitung des Vizepräsidenten der DAFG, Professor Randolf Rodenstock, mit Unterstützung der Bayersichen Repräsentanz an der Deutsch-Emiratischen industrie- und Handelskammer (AHK) sowie der AHK VAE organisiert.

Wirtschaftsminister Pschierer sieht in den beiden Golfstaaten wichtige Partnerländer für Bayern: „Der Golf ist eine Chancenregion für Bayern. Um die Abhängigkeit vom Öl zu überwinden, wird in der Region viel investiert“. Dabei werde auf Qualität gesetzt, so der Minister. Seine Reise diene dem Ausbau bestehender wirtschaftlicher Beziehungen. Pschierer: „Bayerische Produkte und bayerisches Know-how bieten erstklassige Lösungen für viele Herausforderungen dieser Region.“

In Abu Dhabi wurden Termine bei der Energiebehörde, der Wirtschaftsbehörde (DED), der Gesundheitsbehörde (Department of Health) sowie dem Staatsfonds und Projektentwickler Mubadala, der Healthcare Unit und der Cleveland Clinic organisiert. Angesichts des Umdenkens im Bausektor hin zu mehr Energieeffizienz besuchte die Delegation die klimaneutrale Stadt Masdar City, eines der Leuchtturmprojekte der VAE. Darüber hinaus hatte die Delegation in Masdar City die Möglichkeit das Sustainable Bioenergy Research Consortium (SBRC), eine vom Masdar Institute of Science and Technology gegründete Non-Profit-Organisation, an dem auch das bayerische Unternehmen Bauer Resources GmBH seit Januar unterstützend beteiligt ist. Das Konsortium besteht aus Etihad Airways, Boeing, ADNOC Refining, Safran und General Electric. Zum Abschluß des Besuches in Masdar City wurde das regionale Headquater von Siemens besucht.

Am zweiten Tag wurde die Delegation vom Department of Culture and Tourism empfangen. Das kürzlich in Abu Dhabi eröffnete Louvre Museum ist eines von mehreren Museumsprojekten auf der Insel Saadiyat („Insel der Glückseligen“), mit dem die Hauptstadt international auf sich aufmerksam gemacht hat. Die Delegation wurde im Rahmen des Termines über weitere Museumsprojekte informiert und damit Chancen für künftige Beteiligungen bayerischer Firmen erhalten. Während ein Teil der Delegation das Louvre besichtigte, hatten weitere Delegationsteilnehmer die Möglichkeit Emirates Global Aluminium (EGA) zu besuchen und konnten sich von der Umsetzung der Diversifizierungspläne überzeugen.

Der zweite Teil der Reise ging nach Maskat. Die omanische Regierung verfolgt ebenso eine konsequente Wirtschaftspolitik der Diversifizierung, um unabhängiger von Öl und Gas zu werden. Davon konnte sich die Delegation bei den Gesprächen mit der Industriezone Duqum und der Investitionsbehörde Ithraa überzeugen. In Muscat wurde der Minister Pschierer vom Handels- und Industrieminister, dem Außenminister und dem Gesundheitsminister sprechen. Bei der Omanischen Industrie- und Handelskammer kontnen die Unternehmen bei B2B-Gesprächen potentielle Partner treffen. Besondere Aufmerksamkeit haben die bayrischen Firmen im Bereich künstliche Intelligenz erfahren. Das kürzlich gegründete staatliche Oman Business Forum beschäftigt sich mit neuen Technologien und hat die Aufgabe den öffentlichen mit dem privaten Sektor zu verbinden und potentielle Projekte zu unterstützen.

Weitere Informationen:
Dr. Dalia Samra-Rohte
Bayersiche Repräsentantin in den VAE
Dalia.samra@ahkuae.com

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